Der VBG-Vorstand hat beschlossen:
Beitragsfuß 2019 und Zahlungserleichterungen

Der Beitragsfuß wird auf Basis der nachträglichen Umlagefinanzierung errechnet.

Der VBG-Vorstand hat am 02.04.2020 den Beitragsfuß für 2019 beschlossen. Zur Entlastung ihrer Mitgliedsunternehmen aufgrund der Coronavirus-Pandemie bietet die VBG Zahlungserleichterungen, wie Stundung und Ratenzahlung, für die rückwirkend fälligen Beiträge an.

Die VBG als wesentlicher Teil der sozialen Sicherung finanziert mit dem Beitrag ihrer Mitgliedsunternehmen die Aufgaben der gesetzlichen Unfallversicherung: Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, Rehabilitation und Entschädigung. Die VBG erwirtschaftet keine Gewinne und legt nach dem gesetzlich geregelten System der nachträglichen Umlagefinanzierung am Ende eines Kalenderjahres die Aufwendungen in Form von Beiträgen auf alle Mitgliedsunternehmen um.

Der VBG-Beitragsfuß steigt erstmals seit 10 Jahren.

Erstmals seit zehn Jahren steigt der Beitragsfuß der Umlage für Pflicht- und freiwillig Versicherte. Er liegt bei 4,60 Euro für das Jahr 2019, entschied der VBG-Vorstand am 02.04.2020.

Volker Enkerts, der VBG-Vorstandsvorsitzende betont: „Uns ist bewusst, dass die Coronavirus-Pandemie und die getroffenen Maßnahmen zu deren Eindämmung bei einer Vielzahl unserer Mitgliedsunternehmen zu einer angespannten Wirtschaftssituation führen. Aufgrund dieser besonderen Lage bieten wir als VBG Möglichkeiten zur Entlastung der Mitgliedsunternehmen in Form von Zahlungserleichterungen für die Beiträge an, wie zum Beispiel Stundung und Ratenzahlung.“

Entwicklung der durchschnittlichen VBG-Beitragsbelastung je 100 Euro gezahltem Entgelt 2009-2019

Mehrere Gründe sind für diese Anhebung des VBG-Beitrags verantwortlich: Das wirtschaftliche Wachstum ist im vergangenen Jahr weiter zurückgegangen. Wie bereits erwartet wurde, hat sich dieses Abflauen der Konjunktur auch in den Entgeltsummen vieler Mitgliedsunternehmen der VBG niedergeschlagen. Das gilt unter anderem für die Branche Zeitarbeit, die als Konjunkturindikator gilt.

Steigende Kosten im gesamten Gesundheitssystem führten auch zu er-höhten Ausgaben in der Rehabilitation. Zudem sind durch die erfolgte Rentenanpassung in der Höhe von durchschnittlich 3,5 % die Rentenleistungen weiter gestiegen. Unabhängig davon gilt für zahlreiche Kleinunternehmen weiterhin der unveränderte Mindestbeitrag von 48 Euro pro Jahr.

Die VBG-Mitgliedsunternehmen erhalten im April ihre Beitragsrechnungen für das Jahr 2019 per Post. Der Beitrag wird regulär am 15.05.2020 fällig. Nähere Informationen erhalten die Unternehmen mit dem Beitragsbescheid und auf www.vbg.de/zahlungserleichterungen.

Weitere Informationen zum VBG-Beitrag befinden sich auf der VBG-Webseite: www.vbg.de/beitrag.